Liebe Leute, wen es interessiert, hier hab ich mal
die Reparatur und Restaurierung meiner Holzzille festgehalten!
Ich hab sie letztes Jahr gebraucht erworben und hab sie erst
dieses Jahr im Frühling näher begutachtet, und einige schadhafte
und faule Stellen bemerkt. Allerdings war es durchaus reparabel
und nicht mit alzuhohen Kosten verbunden.
Daten:
Etwa 160-180kg schwer (trocken), 5.5m lang und 1.45m breit.
Zwei verschließbare Boxen.
Zustand:
Ich schätze das Boot auf gute 10 - 12 Jahre und scheinbar wurde es nicht
oft gestrichen. Der Lack war schon an manchen Stellen abgeblättert
und das Holz darunter teilweise von Blaufäule befallen.
Überdies schienen 2 Stellen besonderes Augenmerk zu erfahren.
Dort war es offensichtlich das dass Material schon morsch war
und unbedingt ersetzt werden musste.
Daher das ganze Boot aus so genannten Dreischichtplatten gefertigt wurde,
und die Witterung die erste Holzschicht aufplatzen lies, konnte Wasser
ungehindert ins Material eindringen. Folglich faulte das Holz.
Am Deck war alles soweit ok, außer auf Absplitterungen.
Beginn der Arbeiten:
Über den Winter konnte der Rumpf gut austrocknen und so begann ich
mit einer Schleifmaschine den Alten Lack abzutragen. Leider
verklebte das Schleifmittel schnell und man würde Unmengen brauchen
um das ganze Boot zu schleifen. Also hab ich einfach den Lack mit einem
Gasbrenner und einer Spachtel entfernt. Sobald der Lack durch die Hitze
Bläschen schlägt kann man ihn ganz leicht vom Holz schaben.
Nun wurden die morschen Stellen mittels einer Oberfräse ausgefräst und
neue Plattenteile zurechtgeschnitten und eingepasst. Damit das auch hält
wurden an den Kannten Lamelloplättchen eingefräst und mitverleimt.
Jetzt begann ich mit dem Schleifen, Körnung 80 reicht da völlig.
Damit das Holz in Zukunft geschützter ist und länger hält, hab ich
eine tief eindringende Imprägnierung mit Blaufäuleschutz zweimal aufgetragen.
Mit zweikomponenten Polyesterkitt wurden alle kleineren Löcher und Dellen
gekittet und noch mal alles geschliffen. Da an den oberen Kannten die Platten
gut Wasser aufnehmen und somit keinen Wetterfesten Schutz haben, wurden
sie mit Epoxydharz und GFK Gewebe versiegelt. Die unteren Stoßleisten, die sich
über den ganzen Rumpf erstrecken, wurden ebenfalls mit GFK bearbeitet.
Zum einen, weil sie nun nicht mehr so beansprucht werden und andererseits
weil die Stoßkannten, wo die Rupfplatte mit den Seitenplatten des Bootes
zusammenstoßen, immer Wasser eindrang. Nun ist die Kannte absolut dicht.
Daher ich leider etwas zuviel Epoxydharz angemischt hatte, habe ich den ganzen
Rumpf, der normalerweise das ganze Jahr Unterwasser liegt, einmal ordentlich
eingestrichen. Ich hoffe das hält gut und platzt nicht vom Holz ab. Aber
eigentlich dürfte da nix passieren.
Jetzt kahm der Feinschliff und alles wurde zum Lackieren vorbereitet.
Ich habe mich für ein ganz banales Braun entschieden und einen Handelsüblichen
Bootslack verwendet. Nach drei kompletten Streichvorgängen war es fast geschafft.
Nur noch der Einbau der Batterie für den E-Motor und Ladegerät anschließen und
ab damit ans Wasser.
Kosten für die Geschichte betrugen ungefähr 300 ¤uro.
Thats all...