Also Gabriel, hier bitte meine Meldung.
Bei dieser überaus interessanten Methode kommen bei mir zwei vollkommen verschiedene Ruten und Rollen zu Einsatz. Die erste ist eine ganz leichte zweiteilige 2,4m lange Spinnrute mit einem Triggergriff und einer kleinen Multirolle. Das genaue Wurfgewicht dieser Rute ist mir leider nicht mehr bekannt, dürft sich aber bei etwa 20 - 50g bewegen. Bei dieser Kombination kommt eine 0,12er geflochtene Schnur zum Einsatz.
Das zweite Gerät ist wesentlich derber, nämlich eine 2,70m ebenfalls zweiteilige Spinnrute mit einem Wurfgewicht von 40 - 100g. Auf dieser Rute ist eine mittlere Stationärrolle montiert. Bespult wurde diese Einheit mit einer 0,15er geflochtenen Schnur. Mit dieser Einheit bin ich in der Räubersaison nahezu täglich im Revier unterwegs.
Meiner Meinung nach sind geflochtene Schnüre beim Spinnfischen auf Zander mit Gufis einfach eine Grundvoraussetzung. Diese Schnüre haben nämlich überhaupt keine Dehnung und zeigen mir somit die Bodenbeschaffenheit und einen allfälligen Anbiß ganz genau an.
Wie allgemein bekannt, sind Kiesbänke der bevorzugte Aufenthaltsort für den überaus begehrten Zander. Wenn man diese Stellen in einem Revier kennt, ist der Erfolg bereits vorprogrammiert. Wenn diese Stellen unbekannt sind, kann ich nun mit der geflochtenen Schnur diese mühelos ertasten.
Bei der Suche nach diesen Stellen geht man folgendermaßen vor: anstelle eines Köders wird ein Bleistück eingehängt -Olive etwa 20g-, dieses ausgeworfen und ganz langsam eingeholt. Mit etwas Übung kann man nun ganz genau erkennen wie der Boden beschaffen ist.
Als Köder verwende ich Gufis und Twister mit einem Bleikopf. Wenn nun nach dem Auswurf der Köder den Boden berührt, warte ich noch einige Sekunden mit dem einholen ab, hebe in der Folge die Rute einige male kurz an und beginne dannach den Köder langsam unter Auf- und Abwärtsbewegungen der Rute einzuholen. Der Köder hüpft somit förmlich über den Bodengrund dahin. Aber Achtung, damit der Kontakt zum Gufi nicht verloren geht, muß die Schnur immer leicht gespannt sein.
Für Deine neue Herausforderung mit dieser sehr spanndenden Methode wünsche ich Dir noch viel Spaß, ganz Dicke und ein kräftiges Petri Heil dazu. Übrigens, der nachgewiesene Rekord bei Zandern liegt meines Wissens bei etwas über 19kg.
LG Josef
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