Hallo Leute!
Natürlich setzt das knappe Ablegen der Montagen bei versunkenen Bäumen oder Ähnlichen mehr voraus! Das richtige Set up! Hauptschnur min. 0,35, 0,60ger Mono Schlagschnur, gecoatetes Vorfachmaterial!
Freilauf ganz zu und neben den Ruten sitzen, schwereres Blei damit man die Schnur fester spannen kann um die Dehnung zu minimieren damit der Fisch sehr wenig Spielraum hat!
Bei einem Biss ist der erste Weg immer direkt in das Geäst. Ist man schnell genug und hält man den Fisch davon ab, geht er dann entweder rechts oder links weg und man kann in aller Ruhe drillen!
So hab ich in diesem Jahr bis jetzt alle Karpfen gefangen und keinen einzigen dabei verloren! Der Spot lag ca.60m entfernt, die Montagen wurden einen halben Meter vor einem versunkenen Baum abgelegt. Der schwerste hatte 12,20kg.
Wenn der Haken gut sitzt und man mit dem richtigen Material fischt, wird man keinen Fisch oder eine Montage verliern selbst bei einem harten Drill. Der Fisch erleidet dadurch auch keine größere Verletzung.
Ich würde gerne aufbauend auf dem Zitat vom Patrick einmal fragen, ob und wie ihr gezielt Karpfen in der Nähe von versunkenen Bäumen und sonstigen Hindernissen fangt.
Es ist nun mal so, dass sich die Karpfen gern in der Nähe von Hindernissen konzentrieren, weil das quasi ihr "Wohnzimmer ist". Da ich jemand bin, der die Fische gern direkt dort beangelt, wo sie auch wirklich sind, komme ich natürlich oft in die Situation, bei solchen Hindernissen zu angeln.
Das hat einige Male schon recht gut funktioniert, andere Male überhaupt nicht. Abgerissene oder ausgeschlitzte Fische waren die Folge. Wobei sich dann immer die Frage stellt, ob man an solchen Plätzen überhaupt waidgerecht vorgehen kann.
Wie seht ihr das, wie sind eure Montagen in solchen Situationen? Wie nahe am Hindernis legt ihr eure Montagen maximal ab bzw. wieviel Platz kalkuliert ihr zum Drillen ein?
Wo ist für euch die Grenze, ab der es euch zu riskant ist oder nicht waidgerecht erscheint, dort zu fischen?
Wo sind eure Sollbruchstellen und Sicherheitsvorrichtungen in der Montage, damit sich der Karpfen im Fall der Fälle selbst befreien kann?
Ich persönlich sehe die Hindernisfischerei eher als Pirschangelmethode, die Engländer sagen auch "carp stalking" dazu.

Gefischt wird nur mit einer Rute auf recht engem Raum, gefüttert wird wenig, da man ja ohnehin dort fischt, wo die Karpfen bereits am Platz sind.
Weiters fische ich gern mit der Pose, da ich so weniger Hängergefahr habe und sofort anschlagen will. Bei einem richtigen Run mit Festbleimontage wäre mir das Risiko zu groß, dass der Fisch schon im Holz ist, bevor ich überhaupt die Rute in der Hand habe.
lg Wurli
Der Fisch ist nie dein Feind!