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Welche Hakenform?  Unten

  • Hallo Jungs,

    Jeder Friedfischangler wird sich einmal mit dieser Frage konfrontiert sehen. Um eines Vorweg zu nehmen:
    DEN Haken, der für alle Situationen geeignet und perfekt ist, den gibt es nicht.

    Wir können aber differenzieren und die Vor- und Nachteile analysieren und zu unserem Vorteil machen.

    Beginnen wir mit dem Hakenöhr:

    Nach innen gebogenes Öhr:
    Diese Form hat den grossen Vorteil, dass die Schnur wie ein Hebel Richtung Hakenspitze wirkt und bei einem Anhieb sehr, sehr gut arbeitet.
    Dieser Vorteil ist aber zugleich sein grösster Nachteil. In einem langen und harten Drill arbeitet dieser Haken ständig, d.h.: Die Verletzungen des Fisches werden grösser ausfallen und auch die Gefahr des Ausschlitzens wächst.

    Nach aussen gebogenes Öhr:
    Meiner Meinung nach die schlechteste Form fürs moderne Karpfenangeln. Hier wirkt der Hebel entgegen der Hakenspitze, was zwar mit einem langen gebogenen Schenkel etwas ausgeglichen wird, trotzdem bringt dieser Haken keinen Vorteil.

    Mit geradem Öhr:
    Hier fällt die Hebelwirkung weg und die Kraft wird auf den Hakenbogen verlagert. Für den Fisch sicher die schonenste Variante.
    Hier gilt zu Beachten, dass die Schnur auf der Seite der Hakenspitze Richtung Blei verläuft.

    Weiters können wir dann zwischen kurzschenkeligen (Shortshanks) und langschenkeligen (Longshank) Haken differnzieren.

    Mit einem Long Shank Haken mit gebogenem Schenkel und nach innen gebogenem Öhr können wir den oben genannten Nachteil des vielen Arbeitens im Maul wieder wett machen. Leider bringt uns das aber auch wieder keinen Vorteil, da die Hebelwirkung durch das sehr kurze Öhr und dem langen Schenkel sich wieder aufhebt.

    Der nächste Vorteil liegt darin, dass ein Karpfen einen langschenkeligen Haken nur schwer wieder ausblasen kann.
    Nachteil: Leider kann er ihn auch nur schwer einsaugen.

    So gesehen, sind die kurzschenkeligen wieder die grossen Gewinner.

    Weiter oder enger Bogen?

    Ein weiter Bogen hat wieder Vor und Nachteile. Der Nachteil ist, dass die Kraftübertragung wieder von der Hakenspitze weg in Richtung Bogen geht. Der Bogen scheuert und arbeitet deshalb wieder sehr im Maul, was eine grössere Wunde und ein Ausschlitzen zur Folge haben kann.
    Warum dann einen weiten Bogen?
    Diese Haken werden auch gerne als Greifer bezeichnet und können bei hohen Fehlbissraten abhilfe schaffen, da sich der Greifradius (wird von Schenkel bis Spitze gemessen) erhöht. Dadurch kann bei grossen Ködern ein kleiner Haken genommen werden.

    Schmaler Bogen.
    Hier haben wir die optimale Verlängerung des Vorfachs zur Hakenspitze.
    Der grosse Vorteil ist hier wieder der grosse Nachteil. Der schmale Bogen ist auch schnell mit Fleisch des Mauls gefüllt, wodurch sich die nicht gerade Angriffsfläche des Hakenbogens richtig ins Fleisch schneiden kann.

    So, und wer jetzt gescheiter ist, solls mir sagen. Ich bins trotz richtiger Studien und Versuche noch immer nicht, und jeder muss seinen Haken für die jeweilige Situation und die richtige Montage finden!

    LG
    Daniel
  • Also wennst mit naturköder fischt ist auf alle fälle das nach ausen gebogene Öhr besser das sich der Köder in der strömung besser bewegt mehr weis ich auch nicht aus eigenen erfahrungen zu berichten icon_smile

    Wäre eh mal interessant zu wissen was ihr für haken benutzt bzw vielleicht mit bildern und dazu gesagt für welchen Zweck sie verwendet werden



    Bearbeitet von carpio am 13. Mai 2011 - 12:36 Uhr.


    Rekorde sind da um sie zu brechen
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