Als ich am Sonntag früher als geplant auf den Weg zu meinen Kollegen nach Wien war und ich mit meinem Kombi so fuhr überflogen mich nochmal die Gedanken ob ich auch alles mit habe, immer wieder packten mich die Gedanken und so war ich auch schon gegen 16 Uhr in Wien bei Wolfgang angekommen. Bei einer kurzen Plauderei mit Kaffee traf auch schon Thomas unser dritter dieses Trips ein und so fingen wir an Wolfgangs Auto zu beladen. Nach einigen ein und ausladen hatten wir auch dieses geschafft und so ging es los nach Italien. Den ersten Stopp machten wir noch in Wien um unsere Fahrzeuge zu tanken für die lange Fahrt. Hier gab mir Wolfgang noch die genaue Adresse vom See das ich meinem Navi einfügte. Als nächsten Stopp planten wir die Raststation am Wörthersee doch nach 30 minütiger Fahrt wurden wir wegen eines Unfalls gestoppt und es gab eine total Sperre der Südautobahn. Na das fängt ja schon gut an, nach 10 minütigen Stillstand informierte mich Thomas per Handy das wir über eine Bundesstraße ausweichen was ja nicht so leicht war da wir in der Mittleren Spur waren und auf die Ausfahrt nach rechts kommen mussten. Zum Glück waren fast alle Autofahrer hinter und neben uns so nett uns Liesen uns den Spurwechsel machen. So ging unserer Fahrt weiter und wir kamen ca. 30 Minuten später als geplant am Wörthersee an. Hier vergönnte Wolfgang seinen 2 Hunden mal einen Auslauf und danach schlugen wir unsere Bäuche mit Schnitzel und Pommes voll bevor es weiter ging zu unserem Ziel. Wir fuhren in die Morgenstunden hinein und wir kamen gegen 6.30 Uhr am See bei 5 Grad an wo wir vom Besitzer Guilio schon erwartet wurden. Er führte uns in die Teichhütte wo wir das finanzielle Regelten und die Lizenz sowie die Regeln bekamen. Wir betrachteten bei einem sehr starken Kaffee die Bilder was an den Wänden hingen und Guilio sagte uns ein paar fängige Boilies und Montagen was uns noch heiser machte. Er zeigte uns WC, Dusche, Waschbecken und Strom was sich direkt neben der Teichhütte befand. Endlich war es hell genug geworden und wir konnten den See betrachten, danach entschieden wir uns für die Plätze 8 und 9 welche wir auch gleich mit dem Auto anfuhren. Es waren die Plätze gegenüber der Teichhütte. Wir hatten nun unsere Bivvys und Rod Pods stehen, Wolfgang machte mal ein Nickerchen. Ich und Thomas brachten das Boot zum Einsatz und erkundeten mal genau das Gewässer. Bei den Pfeilern hatten wir Tiefen zwischen 7.20 und 10m, eine Wassertemperatur von 8 Grad und wir beschlossen die Ruten in verschiedenen Tiefen auszulegen, vor und hinter den Pfeilern. Als wir endlich alle Ruten ausgelegt hatten genossen wir die warmen Sonnenstrahlen und hofften dass es so bleiben würde. Wir hatten 18 Grad und das war echt super denn in Österreich fuhren wir bei minus 7 Grad los. Wir saßen in unseren Stühlen, sammelten die Wärme, denn was in den nächsten Tagen auf uns zu kam ahnten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Nach einem leichten Essen legten wir uns so gegen 19 Uhr in unsere Liegen wo ich sofort einschlief aber mich der erste Piepser meiner Fox NTXr um 23.30 Uhr weckte und ich sofort bei den Ruten war, ich nahm die Rute auf und hatte sofort Fischkontakt spürte aber gleich das es sich hier um einen Nachwüchsler handeln würde was ich nach ca. 2 Minuten Drill auch feststellen konnte, naja was sollte ich nun sagen, etwas klein mit ca. 1kg aber der Anfang war getan, da ich echt zu Müde war die Rute mit dem Boot auszulegen machte ich ein PVA-Sack und warf die Rute in die Nähe der Pfeiler die an meinem Platz ca.60m entfernt waren. Sofort legte ich mich wieder schlafen und war gleich wieder tief im Schlaf versunken. So gegen 9 Uhr wachte ich auf, schaute mal nach meinen Kollegen die schon im Versorgunszelt saßen. Wir machten uns ordentliches Frühstück mit Eiern und Speck und Guilio kam vorbei. Wir erzählten ihm von meinem Fang und er meinte ich halte somit den Seerekord aber eben mit dem kleinsten. Es war sehr Kühl 5 Grad und Guilio teilte uns mit das es die nächsten Tagen Regnen würde, was auch so kam, denn am späteren Nachmittag kam dieser Regen der teilweise sehr heftig war und mit starken Wind auffrischte. Es hörte kaum auf und wo es aus war versuchten wir die Ruten neu zu beködern und neu auszulegen. Die nächste Nacht verlief ohne Fischkontakt und am nächsten Tag ertönte endlich an Thomas Rute der Delkim, sofort war Wolfgang bei seiner Rute, da Thomas erst vom Boot ausstieg. Als Thomas soweit war übergab ihm Wolfgang seine Rute er drillte den Karpfen der sich leider auch als Nachwuchs einstufen lies. Wir machten den Schuppi gleich im Kescher los und schätzen ihn ebenso auf ca. 1kg. Wir legten die Rute gleich neu aus und waren gerade dabei das Mittagessen zu machen als die gleiche Rute wieder einen Run verzeichnen konnte. Thomas nahm Kontakt auf und nun war mal ein größerer Wiederstand zu spüren. Leider setzte sich der Fisch im Freiwasser an einem Stein oder Wurzel fest und Thomas fuhr mit dem Boot raus wo er den Fisch auch wieder frei machen konnte. Wolfgang und ich sahen vom Ufer aus das der Fisch kein Riese war aber immerhin eine Steigerung. Als Thomas wieder am Ufer war teilte er uns mit das er den Fisch auf ca. 5kg geschätzt hat. Wieder alles ausgelegt waren wir auch schon hungrig und aßen mal eine ordentliche Gulaschsuppe. Der restliche Tag und Nacht verlief ohne Erfolg, nur der starke Regen und Wind senkte die Temperaturen von 18 Grad am ersten Tag auf 5 Grad. Nächsten Tag holten wir alle unsere Ruten ein beköderten sie neu und legten diese neu aus. Thomas blieb natürlich mit einer Rute auf dem Platz die Fische brachten. Leider ist dieser See dafür bekannt das es sehr oft vorkommt das nur ein Platz Produktiv ist was sich in den nächsten Tagen auch erkennbar machte, denn es kamen bei Thomas nur an zwei Rute bisse und das waren immer die gleichen. Er konnte in den nächsten Tagen noch 3 Fische mit 10.50kg, 15.30kg und 16.70kg landen. Bei Wolfgang und mir blieb es ruhig wir hatten bis zur Abreise keinen Fischkontakt mehr. Am Freitagmorgen hörte es endlich auf zu Regnen und es trocknete alles ab was ja auch von Vorteil war dachten wir, doch in der Nacht von Freitag auf Samstag fing es wieder zu regnen an was unser Gemüt wieder sinken ließ. Als ich am Samstag früh aufwachte fehlte mir was, hmm irgendwas war anders, endlich kein Regen und Wind mehr und die Sonne kam zum Vorschein,der Tag zeigte sich wieder von der schönsten Seite, blauer Himmel, Sonnenschein und 15 Grad, einfach genial, aber zu spät für unseren Trip denn als alles abgetrocknet war bauten wir unser Camp ab und verluden wieder alles in unsere Autos, wir trafen uns mit Guilio bei der Teichhütte wo wir wieder einen Kaffee bekamen und dann gingen wir noch duschen was wieder sehr angenehm war. Wir plauderten noch ein wenig mit Guilio und dann machten wir uns auf die 12 stündige heimfahrt. Alles im allen kann ich dieses Gewässer jeden Carphunter empfehlen, der Besitzer ist sehr nett und die Anlage mehr als gepflegt. Etwa 5 Minuten vom See entfernt ist ein Supermarkt wo man einkaufen kann. Wir werden diesen See sicher nächstes Jahr wieder besuchen.