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Das Schleifen  Unten

  • Ich möchte Euch hier ein wenig erzählen wie ich das Schleifen betreibe.
    Im Prinzip weckt man ruhende Fische die dann hoffentlich gereizt sind um unsere Köder sehr aggressiv zu packen.

    Viele reden vom schleifen, und man hört immer wieder das das eine der einfachsten Methoden ist, ich sage mal das ist Ansichtssache,normalerweise kann man nicht viel falsch machen.

    Mit den richtigen Grundkentnissen aber kann man mehr Fische fangen, die Idee des schleifens ist, ruhenden Fische ein Blei vor den Kopf zu werfen, der Fisch schreckt auf und was kommt da genau? unser Köderfisch, 95% aller Biss beim schleifen sind also Aggressionsbiss

    beim schleifen verwendet man im Normalfall, Bleie zwischen 40 und 80g. Olivenbleie eignen sich am besten dafür. Dazu eine einfache Stopperperle aus Gummi und ein Wirbel mit mindestens 80kg Tragkraft!!!! Dazu ein Vorfach Monofiel, Kevlar oder Dynemma.Am Vorfach wird ein Einzelhaken montiert.

    Also Köder bieten sich Karauschen oder Brachsen an. auch ein Top Köder ist der Aal gerade auch wegen seiner Robustheit, ist er beim schleifen einer meiner Favoriten.

    Nun sollte man die Fische finden, tief oder Flach und schon kann es losgehn, sicher wird man so einige Fische fangen, aber es gibt ein paar Kleinigkeiten, und wenn man auf diese achtet, fängt man!

    Hier nun einige Punkte die man beachten sollte

    Das Blei

    Probiert einfach mal verschiedene Gewichte damit ihr den Unterschied über die plötzliche Bisssteigerung seht. Im verwende ein 60g Olivenblei, aber in der Fahrrinne des Po ist es schon etwas zu leicht, sicher stößt auch das 60g Blei bis an den Grund vor aber ab einem gewissen Tempo beginnt es leicht zu hüpfen und das kann Nachteilhaft sein.

    Der Gegensatz ist die flache Sandbank denn im Frühjahr wenn das Wasser so langsam die 9Grad Grenze überschreitet liegen die Fisch in den flachen Sandbänken die sich bei Sonneeinstrahlung natürlich schneller erwärmen,man findet sie sogar im 80cm flachen Wasser, wo dann zb. 40gramm ausreichend sind

    Die Ruhe

    Es kommt häufig vor das man das Boot korigieren muss, gerade wenn man in der Fahrrinne schleift, dazu ist ein E-Motot von Vorteil,in den tieferen Stellen ist das nicht so schlimm aber im 2m flachen Wasser bringt das weniger Bisse, DEFINITIV. Ein Paddel wär dafür perfekt denn man kann ohne großen Lärm korigieren. Also absolute Ruhe muss vorhanden sein

    Das Vorfach

    Das Wichtigste beim schleifen ist die VORFACHLÄNGE! 10cm können über Erfolg oder Misserfolg bestimmen. Gerade im Frühjahr wenn die Fische langsam aktiv werden verwende ich Vorfächer bis zu 3m Länge. Der Grund, die Fische haben einfach ein längere Reaktionszeit als bei 20 Grad Wassertemperatur. dies bedeutet umso wärmer es wird, umso kürzer kann das Vorfach werden, wobei ich die 1,50m Marke nie unterschreite.
    Sicher hat man mit langen Vorfächern viele Fehlbisse, aber das sind immerhin Bisse die ich mit einem kurzen Vorfach nie gehabt hätte und wenn von 10 Bissen ein Fisch hängt, hat es sich schon gelohnt.

    Der Haken

    Dünne aber robuste und nadelscharfe Haken wie zb. Gamakatsu verwenden.

    Der Köderfisch

    Ich bevorzuge Karauschen,der Nachteil von Brassen, sie gehen wesentlich schneller verloren. Der Aal hingegen ist sehr robust und überlebt mehrer Anschläge, außerdem ist der Aal ein Köder der beim Waller immer noch Aggresionen auslöst, aber auch wieder mehr Fehlbisse verzeichnet als kleine Brassen oder Karauschen.
    Ein Einzelhaken durch den Rücken aber nicht alzu tief. Zusätzlich mit einem Gummi sichern.
    Nach und vor jeder Sandbank die Ruten auf Verwicklungen und Köfis kontrollieren. Die beste Sandbank voll mit Fisch bringt nichts wenn am Haken kein Köfi hängt.

    Der Anhieb

    Das Blei ruckelt am Boden und daher sind feine Biss nur schwer zu erkennen. Gerade weil der Waller oft nur nach dem Köder schnappt und ihn gar nicht fressen will. Hier spielt der Aal wieder seinen Vorteil aus, einfach einmal mehr Anschlagen und die Bremse immer auf Drilleinstellung also zu 90% geschlossen.

    Der Biss

    Viele Bisse kommen zaghaf also immer Achtsam den Lauf der Schnur verfolgen. Sehr häufig ziehen die Fische nur seitwärts weg oder drehen gar um und schwimmen unter dem Boot durch. Wer hier unachtsam ist versäumt vielleicht einen guten Biss. Auch gibt es aggressive Bisse bei denen der Waller volle Kann den Köder attackiert und gleich massiv auf Zug geht.

    Das Material

    Hier ist alles möglich und es spielt auch Geschmack eine große Rolle, beim schleifen kann man etwas leichteres Tackle fischen und vor allem Kürzere Ruten. Ich verwende hier Ruten von 240 bis 285cm,man sollte beim schleifen die Rute nie aus den Händen legen,die Gefahr Biss zu versäumen ist viel zu groß.

    Der Abstand

    Der Grund warum viele für lange Ruten dentieren ist der Abstand zum Boot denn die meisten schleifen auf über 40m Distanz. Es reichen Entfernungen von max. 15m

    Die Ausdauer

    Wo die Fische sich befinden kann von Tag zu Tag anders sein. Darum heißt es Ausdauer behalten und probieren, vielleicht hat man nach 30min den Dreh herrausen vielleicht aber auch erst nach 10 Stunden. Einsetzen für jeden Fisch ist das Motto! Am besten fängt man auf einer Seite an (Fahrrinne oder Flachwasser) und arbeitet sich auf die andere Seite vor.

    Die Zeit

    Geschliffen wird nur tagsüber und zwar von morgens bis abends. Sonne ist tagsüber übrigens immer von Vorteil besonders im Frühjahr


    So das waren vorerst die wichitgsten Sachen, wünsche viele dicke Fische damit
  • Danke für den tollen Beitrag!!! Gluecklich (12)


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